Lakritz (Ausgabe August / September 2008)
Bewegungsförderung für Kinder nach der Feldenkrais-Methode
Die Kinder liegen konzentriert auf dem Rücken und horchen in sich hinein.
Sie versuchen, ihre Wirbelsäule zu erspüren. Nun, beim Liegen auf einer festen Unterlage,
stellen sie fest, dass sie noch mehr Strukturen ihres Rückens wahrnehmen können.
Da sind auch Schulterblätter und Rippen, und an manchen Stellen ist auch gar nichts zu spüren.
Typisch für Feldenkrais-Kurse ist die Aufmerksamkeit, die dem eigenen Körper und seinen
Bewegungsmöglichkeiten geschenkt wird. Dabei erfahren die Kinder, dass jeder als Individuum
wahrgenommen wird, dass es keine allgemeingültige „gute“ oder „schlechte“ Bewegung gibt,
sondern dass jeder für sich seine „optimalen“ Bewegungen herausfinden kann.
Für viele ist das eine sehr wichtige Erfahrung, denn gerade bewegungsgehemmte Kinder erleben
hier erstmals, dass sie genauso geschickt sein können wie die anderen.
Auch herrscht hier kein Leistungsdruck.
Die Kinder experimentieren mit bekannten Bewegungsmustern, versuchen sich z.B. wie eine
Kaulquappe oder wie ein Krokodil zu bewegen, bauen spielerisch darauf auf, und erfinden durch
Variation neue Bewegungsmöglichkeiten.
Im Vordergrund steht dabei immer der Spaß an der Bewegung.
Oft werden die Bewegungsspiele mit Partnerübungen verbunden.
Die Kinder versuchen z.B., die Wirbel ihres Partners zu ertasten. Auf jeden gefundenen Wirbel
kleben sie einen bunten Punkt.
So lernen sie ganz nebenbei und spielerisch den Aufbau ihres Körpers kennen.
Die Bewegungsförderung nach Feldenkrais unterstützt die Kinder darin, den eigenen Körper
besser kennen zu lernen und soziale Kompetenzen zu bilden.
Durch die konsequente Vermeidung von negativen Erfahrungen fördert sie außerdem die
Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins.
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Arheilger Post vom 8. Mai 2008
Bewegungsförderung für Kinder
Das ZDF filmte Kursstunde in der Feldenkrais-Praxis MOBILE
Viele Kinder leben heute in einer Umgebung, die ihren natürlichen Bewegungsdrang
einschränkt.
Bewegung dient Kindern aber nicht nur dazu, Energie loszuwerden, sondern sie ist für die
gesunde
Entwicklung des Gehirns unerlässlich. Das Gehirn steuert all unsere Bewegungen.
Dabei fließen die Informationen von den Nervenzellen des Gehirns über die
Nervenbahnen zu den
Muskeln, um dort in Bewegung umgesetzt zu werden.
Im kindlichen Gehirn bilden sich ständig unzählig viele neue Nervenbahnen, neue
Vernetzungen
und Knotenpunkte. Je vielfältiger die Aufgaben, die das Gehirn lösen soll, desto
reichhaltiger
die Vernetzungen, desto kreativer das gesamte Gehirn.
Durch Förderung geeigneter Bewegungsspiele können Kinder aber nicht nur ihr Gehirn
trainieren,
sondern sie lernen im Umgang mit Gleichaltrigen auch Rücksichtnahme und
Durchsetzungsvermögen
gleichzeitig. Sie lernen, anderen zu helfen und dabei selber ein gesundes Selbstbewusstsein zu
entwickeln. Dies sollte ohne jeden Leistungsdruck geschehen, nur aus Spaß an der Bewegung.
In der Feldenkrais-Praxis MOBILE werden schon seit einigen Jahren entsprechende Kurse für
Kinder
angeboten. Am 30. April hat das ZDF eine solche Stunde des laufenden Kurses gefilmt.
Die Kinder hatten viel Spass bei den Dreharbeiten und schon noch kürzester Zeit die Kamera
„vergessen“.
Die Sendung wird voraussichtlich am 13.Mai in der Sendung „Volle Kanne – Service täglich“
als Beispiel für diese Form der Bewegungsförderung für Kinder gesendet.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Feldenkrais-Praxis MOBILE, Dipl.-Phys. Birgit
Irmscher, Untere Mühlstr. 35, DA-Arheilgen. Tel : 06151 – 27 81 099,
www.feldenkrais-mobile.de
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Arheilger Post vom 11. April 2002
Die Feldenkrais-Methode® - ein Weg zu verbesserter Lebensqualität
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie gehen, wie Sie sich
setzen, wie Sie aufstehen, wie Sie Ihre Einkäufe tragen, die
Wohnung putzen, vor dem Computer sitzen etc. ?
Normalerweise laufen solche Bewegungsmuster ab, ohne daß wir uns
ihrer Details bewußt sind. Diese alltäglichen Bewegungen
machen wir, ohne darüber nachzudenken. Und das ist auch gut so,
denn wir wären hoffnungslos verloren, müssten wir uns zu
jeder Sekunde über das WIE einer Bewegung bewusst sein.
Wenn aber etwas automatisch abläuft, heisst das nicht unbedingt,
dass es auch optimal und effizient abläuft. In unserer
persönlichen Entwicklung werden wir beeinflusst durch unsere
Erziehung, unser soziales Umfeld, die Erwartungen, die an uns gestellt
werden oder auch Reaktionen auf frühere Verletzungen. Dies alles
wirkt sich natürlich auf unsere ganz eigenen Haltungen und
Bewegungen aus.
Oft bemerken wir erst im fortgeschrittenen Alter, z.B. durch
Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen, dass wir etwas
ändern
sollten.
Hier setzt die Feldenkrais-Methode® an, in dem sie uns zeigt, wie
wir uns intelligenter, d.h. leichter und angenehmer bewegen
können,
anstatt mit viel Kraftaufwand mechanisch Bewegungen zu wiederholen. Die
Idee dabei ist, dass wir lernen, Bewusstheit über die eigenen
Bewegungen zu erlangen und uns somit auch mehr
Bewegungsmöglichkeiten erschließen. Dadurch kann sich unser
Wohlbefinden steigern und somit unsere Lebensqualität nach unseren
Vorstellungen verbessern.
Die Feldenkrais-Methode® wurde von dem israelischen Physiker
und Ingenieur Dr. Moshe Feldenkrais (1904 - 1984) entwickelt. Sie ist
eine Lehrmethode, die den Menschen hilft, mittels Bewegungen
Veränderungen in ihrer Lebensqualität zu bewirken.
Die Feldenkrais-Methode® unterscheidet dabei zwei Vorgehensweisen
:
1. Im Gruppenunterricht - Bewussheit durch Bewegung® - führen
die TeilnehmerInnen vorgegebene Bewegungsabläufe durch. Dabei geht
es nicht, wie sonst oft üblich, um die Ausführung der
Bewegung, sondern um die Wahrnehmung der Ausführung : Tempo,
Kraftaufwand, Koordination. Wir entdecken, wie wir die Bewegung
ausführen und können die Qualität der Veränderung
in unserem Körper spüren, wodurch wir die Wahl erhalten,
entweder an unserer Gewohnheit festzuhalten oder sie zu ändern.
2. Der Einzelunterricht - Funktionale Integration® - basiert auf
denselben Grundlagen, mit dem Unterschied, dass der Schüler jetzt
keine aktive Bewegung macht, sondern von seinem Lehrer durch
Berührung und Bewegung die Zusammenhänge des
Bewegungssystems erkennen kann.
Die Feldenkrais-Methode® ist für alle geeignet, die mit
Bewegungen experimentiren wollen.
So ist die Neugier ein guter Ausgangspunkt, sich selbst besser
kennenzulernen.
Weitere Infos können direkt bei der Feldenkrais-Gilde Deutschland
e.V., (http://www.Feldenkrais.de)erfragt
werden.
Kursangebote in Arheilgen bei Birgit Irmscher, Feldenkrais-Lehrerin in
Ausbildung (06151 / 37 29 34)
Arheiler Post vom 24. Oktober 2002
Feldenkrais® und die Lust am Laufen
Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit laufend. Die
Gründe
dafür können ganz unterschiedlich sein: Um abzunehmen, um fit
zu werden, um Stress abzubauen, um den Blutdruck zu senken, usw..
Laufen ist ein menschliches Urbedürfnis. Wir sind nicht dafür
geschaffen, ständig stillzusitzen. Und wer richtig läuft,
erhöht damit seine Lebensqualität.
Aber was ist richtiges Laufen? Viele Bücher geben nur isolierte
Tips zur Lauftechnik, so dass man sich zu sehr nur auf bestimmte
Bewegungen, vor allem der Füße und der Beine konzentriert.
Man läuft nicht mehr mit dem ganzen Körper, sondern
versucht, Details zu reproduzieren, und legt sich damit neue
Einseitigkeiten zu.
Eine gute Möglichkeit, seinen eigenen optimalen Laufstil zu
entdecken, bietet die Feldenkrais-Methode®, die in den 70er Jahren
von dem israelischen Physiker und Ingenieur Moshé Feldenkrais
entwickelt wurde.
Hierbei geht es nicht um eine Verbesserung der Muskelkraft, sondern um
eine Verbesserung der Koordination. Durch ein harmonisches
Zusammenwirken aller Körperteile, die für eine Bewegung
sinnvoll eingesetzt werden, ist letzten Endes weniger Krafteinsatz
nötig, der Körper wird weniger belastet und damit auch
weniger abgenutzt.
Beim Laufen nach der Feldenkrais-Methode® wird Bewusstheit durch
Bewegung mit Kondition und körperlicher Gesundheit zu verbunden.
Orientieren kann man sich dabei ganz einfach daran, wie kleine Kinder
das Laufen lernen. Bevor Kinder nämlich gehen können, haben
sie laufen gelernt, weil das offensichtlich leichter ist. Gehen
ist schwerer, weil dabei die Schwerkraft weniger ausgenutzt werden
kann als beim Laufen. Beim Laufen lassen sich Kinder einfach
hineinfallen. Erwachsene dagegen haben das oft verlernt; sie laufen
mühe-voll. Sie heben mit Kraftaufwand ihre Beine. Ein Kind
könnte das garnicht, weil es noch nicht die Kraft dazu hat. Es
nutzt die Schwerkraft aus. Es rollt, dreht und fällt durch den
Raum, und da es nicht fallen will, kommt es eben ins Laufen.
Kinder sind dabei zwar ebenso ehrgeizig wie Erwachsene, aber sie
würden sich nie quälen. Wenn es weh tut, suchen sie nach
anderen Lösungen und bewahren sich daher die Freude am Laufen.
Ein wunderbares Ziel für jeden Läufer und solche, die es
werden wollen wäre also, wenn man nicht mehr für einen
bestimmten Zweck laufen müsste, sondern einfach deshalb
läuft, weil man gerne läuft.
Mehr Infos zur Feldenkrais-Methode unter 06151 / 27 81 099
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